In eigener Sache: Ein Raum für mich

 

In meiner ersten Coaching-Ausbildung sowie im Existenzgründungsseminar, als ich mich selbstständig machte, stand immer wieder die Frage nach meiner Vision im Raum. Ich hatte Pläne, Wünsche, Träume, Zielgruppen und Marketingstrategien im Kopf. Ich hatte und habe Träume wie wir alle. Aber eine Vision….? Das erschien mir immer eine Nummer zu groß.

 

Die Ausbildung bei der Coaching Spirale ging für mich und auch alle anderen Teilnehmenden sehr tief. Vieles, was einem als Coach später mit den Menschen passieren kann, die zu einem kommen, haben wir im Prozess der Selbstreflexion erfahren. Es ist etwas komplett Unterschiedliches, ob ich nur die Technik eines Coaching-Tools erläutert bekomme, oder ob ich es selbst angewendet erlebe und spüre, was es an schmerzhafter Auseinandersetzung und dann eben auch heilsamer Versöhnung mit den eigenen blinden Flecken und Neuorientierung bewirken kann. Ich ging an die Ausbildungseinheit zum Ende der Coaching-Ausbildung, in der es um die Arbeit an Visionen und Missionen gehen sollte, gleichermaßen neugierig wie entspannt heran. Ich hatte gar nicht so große Erwartungen, sondern hoffte einfach auf ein paar schöne Übungen, mithilfe derer ich mit meinen Klientinnen und Klienten an ihren Visionen arbeiten wollte.

 

Und ich ging mit einer Vision heraus, die vielleicht für viele Menschen gar nicht so spektakulär klingt, aber mich trägt sie seitdem und sie hat mir ein klares inneres Bild gezeigt, auf das ich all meine größeren privaten und beruflichen Entscheidungen abstimme. Immer ist da die Frage: „Dient das meiner Vision, bringt es mich ihr näher oder entfernt es mich von ihr?“ Und das ist schließlich das, was Visionen tun sollten: Inspiration, Wegweiser und Motivation sein. Das hier ist meine Vision:

 

Einen Raum für andere geben und halten.

 

Raum für Emotionen, Gedanken, verschiedene Perspektiven und Erkenntnisse.

 

Einen Raum für Klarheit und Frieden schaffen.

 

Raum, damit Bedürfnisse und Träume entstehen und wachsen können.

 

Raum für individuelle Ent-Wicklung und Entfaltung.

 

Raum für Worte – gesprochene und geschriebene.

 

Einen Raum für Stille und in sich hineinhorchen.

 

Das alles will ich – für die Menschen, die zu mir ins Coaching kommen und auch für mich selbst. Mein schönstes Feedback von Klientinnen und Klienten ist immer „Im Coaching habe ich einen Raum für mich gefunden.“ Das ist mir in privaten und beruflichen Beziehungen wichtig – Raum geben und Raum bekommen. Jetzt brauche ich selbst so einen Raum – um ihnen anderen zu geben.

 

Durch eine bevorstehende Veränderung steht mein bisheriger Coachingraum wahrscheinlich ab Oktober nicht mehr zur Verfügung. Ich durchlaufe gerade die klassischen Phasen der Veränderungskurve nach Kübler-Ross. Nach dem emotionalen Schock folgte der Ärger, dann kam ein tiefes Tal der Tränen, inzwischen wächst da ganz zart ein bisschen Neugierde und vielleicht sogar ein bisschen Vorfreude.

 

Vor meinem inneren Auge sehe ich einen kleinen, aber feinen Raum. In ihm stehen zwei Sessel, ein kleiner Tisch, immer frische Blumen und eine Kanne Tee. Dieser Raum ist ruhig und gerade warm genug eingerichtet, um eine vertrauensvolle Stimmung zu schaffen, in der sich Menschen öffnen können. Gleichzeitig ist der Raum leer und zurückhaltend genug, damit die Menschen, die in ihm sind, ihn füllen können. Mit ihren Sorgen und Hoffnungen, mit ihren Ängsten und ihrem Mut, mit ihren Gefühlen und ihren Gedanken, mit ihrem Ärger und ihrer Freude – mit ihren ganz eigenen Träumen und Visionen.

 

Idealerweise ist dieser Raum in Berlin-Charlottenburg oder Moabit, hat mindestens zehn Quadratmeter, ist in einer netten Coaching- oder Praxisgemeinschaft zur Untermiete, gut erreichbar mit der BVG und steht an mindestens drei ganzen, gerne fünf Wochentagen zur Verfügung. Wer Ideen hat oder Lust, sich mit mir solche Räume zu teilen, kann sich sehr gerne unter pg@pamela-gustavus.de oder 0171 11 52 648 bei mir melden. Vielen Dank!

 

 

 

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