Geplante Dankbarkeit

Seit ein paar Wochen habe ich mit einer Freundin ein schönes Ritual: Wir schreiben uns jeden Abend drei Dinge, für die wir im Laufe des Tages dankbar waren. Manchmal in Kombination mit einem Foto von dem Dankbarkeitsmoment.

 

Es gibt Tage, an denen platzen wir schier vor Dankbarkeit. So sehr, dass wir gar nicht bis abends warten können, bis wir die Momente teilen. An diesen Tagen sind es dann oft mehr als drei Sachen.

 

Es gibt Tage, da fragen wir uns, wie wir es schaffen sollen, auch nur annähernd auf drei Momente zu kommen, weil gefühlt alles schiefläuft.

 

Es gab trotzdem noch keinen einzigen Tag, an dem wir nicht auf mindestens drei Sachen kamen. Manches wiederholt sich und manches ist eher klein.

 

Was das Ritual auf alle Fälle bewirkt:

 

  • Es schärft den Fokus auf das, was da schon an Gutem ist.
  • Es bringt einen dazu, nach Gutem im Tag zu suchen und etwas Schönes zu kreieren.

 

Francis Bacon hat gesagt:

Es sind nicht die Glücklichen, die dankbar sind, sondern die Dankbaren, die glücklich sind.

 

Ich weiß, dass es Tage und Phasen gibt, in denen man sehr weit weg von Dankbarkeit sein kann. Aber mich tröstet dieses Zitat, denn es bestärkt mich darin, die Gestalterin meines eigenen Lebens zu sein. Ich kann mir mein Glück, zumindest in Teilen, „machen“ und werde unabhängiger von äußeren Faktoren, die ich nicht ändern kann.

 

Und deshalb finde ich auch systemisches Coaching so ein tolles Instrument: Wir können nicht von heute auf morgen ein ganzes System ändern. Aber alles hängt mit allem zusammen, so wie Zahnräder ineinandergreifen. Und wenn ich an einem Zahnrad in meinem System schneller oder langsamer drehe oder die Richtung ändere, wird das über kurz oder lang etwas in meinem gesamten System ändern.

 

An welchem Zahnrad könntest du etwas verändern?

Wofür bist du heute dankbar?

 

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