Für was fühlst du dich alles verantwortlich?
Ich fühlte mich heute Morgen schon für ziemlich vieles rund um meine Kinder verantwortlich, damit diese pünktlich, mit geputzten Zähnen und ihren kompletten Materialien zur Schule losgehen.
Dann fühlte ich mich verantwortlich, möglichst schnell in die volle U-Bahn einzusteigen, damit auch nach mir noch alle reinpassen.
Und das sind nur zwei kleine alltägliche Beispiele, die mich punktuell beschäftigen und mir natürlich keine schlaflosen Nächte bereiten. Aber da gibt es ja noch so viel berufliche, finanzielle, emotionale Verantwortung und Last, wenn man mitten im Leben steht.
Mit einer Führungsrolle – und auch mit dem Wachsen in die Mutterrolle – verändert sich Verantwortung oft und nimmt nochmal anders Fahrt auf. Auf den ersten Blick scheint die Verantwortung klar: Als Führungskraft bist du verantwortlich für Ziele, Entscheidungen, Ergebnisse. Als Mutter bist du verantwortlich dafür, dass dein Kind nach und nach lernt, ein selbstständiges Leben zu führen. Aber in der Regel ist es komplexer: Man fühlt sich auch für Dinge zuständig, die nicht zu 100% in der eigenen Steuerung liegen wie z.B.
- Die Stimmung im Team bzw. in der Familie
- Erwartungen von anderen, von „oben“
- Externe/ gesellschaftliche Anforderungen…
Das führt zu innerer Überlastung, weil Verantwortung und Einfluss nicht mehr deckungsgleich sind. Wir fühlen uns verantwortlich und haben gleichzeitig das Gefühl, keinen Einfluss nehmen zu können.
Es ehrt dich, dass du als Führungskraft oder als Mutter das Beste für dein Team und deine Familie willst. Aber: Führung – egal ob auf ein Team oder eine Familie bezogen – heißt nicht, alles für andere zu lösen, sondern eben den Rahmen zu schaffen, in dem
- Konflikte angesprochen werden können
- Fehler passieren dürfen
- Entwicklung gefördert wird
Viele Untersuchungen zeigen, dass Frauen dazu neigen, Verantwortung stärker zu verinnerlichen. Wenn etwas nicht rund läuft, suchen sie die Ursache zuerst bei sich. Sie fühlen sich schneller zuständig – für Stimmung, Harmonie und Ergebnisse. Diese Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, ist in Führungspositionen sowohl eine Superkraft als auch ein Fallstrick, über den man bzw. frau stolpern kann.
Es ist nicht nur ein individuelles Thema, sondern auch ein kulturelles Muster, das wir gelernt haben.
Und gerade deshalb ist es so wichtig, Verantwortung und Einfluss auseinanderzuhalten.
In meinem 1:1
Programm Female Leadership Navigation schauen wir sehr konkret darauf:
- Wofür trägst du tatsächlich Verantwortung?
- Wo hast du Einfluss?
- Und was darfst du bewusst zurückgeben?
Wenn du deine Führungsrolle klarer und kraftvoller gestalten willst – ohne dich für alles zuständig zu fühlen – dann lass uns gerne sprechen.

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