Glaub nicht alles, was du denkst

 

Oder auch: Die häufigste Art, wie Menschen ihre Macht aufgeben, ist, dass sie denken, sie haben keine.

Das stammt leider nicht von mir, sondern von der Schriftstellerin Alice Walker.

 

Wir alle tragen unsere Glaubenssätze, Gedanken- und Verhaltensmuster mit uns rum – meistens schon in jungen Jahren erworben durch Äußerungen von Eltern, Lehrkräften, Geschwistern etc. Bei manchen ist das ein Satz wie „Ich bin nicht gut genug“, bei anderen „Ich bin nicht liebenswert“, „Ich bin unwichtig“ etc. Irgendwann fühlen wir das zum ersten Mal und dann sammeln wir fortan auch als Erwachsene Beweise dafür, dass wir mit diesem Satz recht haben.

 

Den Job nicht bekommen? Kein Wunder, ich bin nicht gut genug.

Vom Partner verlassen worden? Klar, ich bin halt einfach nicht liebenswert.

Der Chef behandelt mich herablassend? Ich hab’s doch gewusst, ich bin eben unwichtig.

 

Man kann dann im Außen etwas ändern – man kann sich auf Bewerbungsgespräche noch besser vorbereiten, man kann von nun an Single bleiben und man kann den Job und somit den herablassenden Chef wechseln. Das ist alles Kosmetik. Auf den ersten Blick eine rationale und pragmatische Lösung, aber die Innere Haltung bleibt davon leider meist unbeeindruckt. Sobald sich eine neue stressige Situation im Außen zeigt, ist das Gefühl in Innen – ich bin nicht gut genug, nicht liebenswert, unwichtig etc. – meist ganz schnell wieder da. Und dann laufen wir auf Autopilot und befinden uns ganz schnell wieder in den wohlvertrauten Gedankenschleifen, die wir doch so gerne hinter uns lassen wollten – deshalb haben wir schließlich stundenlang gelernt, uns vor potentiellen Enttäuschungen geschützt und den Job gewechselt. Aber wir nehmen uns immer mit und unsere inneren Überzeugungen und Glaubenssätze – in neue Jobs, in neue Beziehungen, in jede kleine alltägliche Situation.

 

Und hier kann Coaching einem genau die Macht geben, von der Alice Walker spricht, wenn sie sagt: „Die häufigste Art, wie Menschen ihre Macht aufgeben, ist, dass sie denken, sie haben keine.“

Im therapeutischen Kontext würde man genau hinschauen, woher diese blockierenden Sätze und Muster kommen. Man würde den Ursprung ergründen und überlegen, wann und warum diese Gedanken das erste Mal auftauchten.

 

Im Coaching streifen wir das auch, aber der Fokus liegt eher darauf, zu gucken

 

  • Was uns diese Sätze in der Gegenwart bringen – sowohl an Nachteilen als auch an Vorteilen (Ja, es gibt tatsächlich auch Vorteile – kein Mensch würde jahrelang so Destruktives denken, wenn er nichts davon hätte!)
  • Wie wir in Zukunft mit diesen Sätzen leben wollen.
  • Was es für Alternativen zu den Glaubenssätzen geben könnte und wie wir dorthin kommen, nicht so schnell oder nicht so lange im Autopilot-Modus zu sein.

Denn nur, weil wir jahrelang etwas gedacht haben, ist es nicht automatisch wahr.

 

 

Wenn du deine hinderlichen Überzeugungen hinter dir lassen möchtest und dir dein berufliches und privates Leben nach deinen Vorstellungen gestalten möchtest, ist vielleicht mein 1:1 Coachingprogramm „Create yourself“ das Richtige für dich. Ich habe ab Januar und ab Februar jeweils wieder einen Platz frei – sprechen können wir dazu gerne schon jetzt.

 

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